Artikel Juni 2010

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Anklage: Sexueller Missbrauch von Heimkindern
Ein 52jähriger Pädagoge soll im Landkreis Miesbach Heimkinder sexuell missbraucht haben. Heute beginnt vor dem Landgericht München II der Prozess gegen den Mann.

Stand: 15.06.2010

 

 

Schon kurz nach Beginn seiner Tätigkeit in dem Heim kam es dort laut Staatsanwaltschaft zu den ersten Übergriffen. Fünf Buben waren ihm besonders anvertraut - alle zwischen 12 und 15 Jahren alt, teils lernbehindert, teils erziehungsschwierig. Mit ihnen verbrachte der Pädagoge sehr viel Zeit. Neben der pädagogischen Betreuung und Förderung der Jugendlichen zählten zu seinen Aufgaben auch spezielle  Massagen oder gemeinsame Auslandsreisen. Laut Anklage besuchte der 52-jährige die Buben vor allem im Bad oder im Bett und nötigte sie dazu, ihn sexuell zu befriedigen. Einigen von ihnen soll er auch Pornofilme gezeigt haben.

http://www.br-online.de/bayern1/mittags-in-oberbayern/regionalnews-oberbayern-missbrauch-ID1276536208522.xml

 

Fr, 11.06.2010 Innsbruck
Kirche verheimlichte 15 Jahre lang Fälle von Missbrauch in Tirol
Bereits 1995 wusste die Diözese Innsbruck von körperlichem und sexuellem Missbrauch in kirchlichen Einrichtungen. Bis 2010 wurde dies geheim gehalten.

Innsbruck – „Ja, es war bereits 1995 klar, dass es Gewalt und sexuellen Missbrauch gab“, gibt Hans Tauscher von der Ombudsstelle der Diözese Innsbruck zu. 15 Jahre wurde über 33 bekannte Fälle Stillschweigen bewahrt, erst 2010 entschloss sich die Diözese, die Fälle und die Institutionen der Öffentlichkeit zu nennen.

http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Nachrichten/830636-2/kirche-verheimlichte-15-jahre-lang-f%C3%A4lle-von-missbrauch-in-tirol.csp

09.06.2010 Dänemark
Kloster-Äbtissin soll Nonne zu Tode misshandelt haben
Sie soll eine betagte Nonne so lange bei Kälte in einen Hof gesperrt haben, bis diese starb. Jetzt ermittelt die dänische Polizei gegen die Äbtissin Theresa B. - wegen Misshandlung mit Todesfolge. Doch die Geistliche hat sich offenbar nach Südamerika abgesetzt. ...
Das Oberhaupt der katholischen Kirche in Dänemark, Bischof Czeslaw Kozon, soll laut Angaben der Zeitung "Berlingske Tidende" über den Vorfall informiert gewesen sein. Er habe aber weder die Polizei informiert noch intern etwas unternommen. Kozon ließ über seinen Sprecher verbreiten, dass er die Einleitung einer polizeilichen Untersuchung begrüße.

http://
www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,699755,00.html

Von Nonnen missbraucht: Jetzt spricht das Opfer

Sie verlor die Sprache

Lange hat die 50-Jährige mit sich gerungen, ob sie ihre Geschichte öffentlich machen soll. «Es ist kein gutes Gefühl, sich zu outen, aber wir Opfer haben ein Gesicht.»

Sie war zwei Jahre alt, als sie in ein von Nonnen geführtes Kinderheim im Aargau kam. Mit vier Jahren wechselte sie in die Kindergartenabteilung. «Am Freitag war Badetag, das hiess: sexueller Missbrauch und körperliche Misshandlungen.» Clarissa Ravasio verlor die Sprache, kratzte sich wund, um die Schmerzen und die Scham zu ertragen.

Weil ich ein Mädchen bin

Zwei Jahre lang, dann wurde die Schwester ausgewechselt und Clarissa ein Jahr in eine Sprachheilschule geschickt. Dann musste sie zurück ins Heim. Die körperlichen Misshandlungen gingen weiter. Später kam der Missbrauch durch ihren Vater dazu. Niemand machte sich die Mühe, ihr zu helfen. Der Pfarrer und der Vormund, denen sie sich mit 13 Jahren anvertraute, pochten auf das Recht des Vaters und meinten: «Du bist halt nur ein Mädchen!»

Viel später hiess es dann: «Es kann ja nicht so schlimm gewesen sein, du hast ja überlebt.» ...

http://www.a-z.ch/news/politik/wir-opfer-haben-ein-gesicht-9206031

 

02.06.2010, 17:38 Kriminalität
Justiz ermittelt gegen Erzbischof Zollitsch
Gegen den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, wird wegen Beihilfe zum sexuellem Missbrauch von Kindern ermittelt.
Kriminalität - Justiz ermittelt gegen Erzbischof Zollitsch
Erzbischof Robert Zollitsch ist Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz.
Der Erzdiözese Freiburg soll bekannt gewesen sein, dass es zu sexuellen Übergriffen durch einen Pater gekommen sei, bestätigte die Freiburger Staatsanwaltschaft am Mittwoch entsprechende Berichte der ARD und des Südkuriers. Zollitsch soll als zuständiger Personalreferent der Erzdiözese im Jahr 1987 veranlasst haben, dass ein Pater in Birnau am Bodensee erneut angestellt wurde. Die Erzdiözese wies die Vorwürfe als unbegründet zurück.

http://www.focus.de/panorama/welt/kriminalitaet-justiz-ermittelt-gegen-erzbischof-zollitsch_aid_515147.html

Mittwoch, 02. Juni 2010, 11:57 Uhr
Mixa überraschend in Rom
Der zurückgetretene Augsburger Bischof Walter Mixa hat überraschend den Vatikan besucht. Das Augsburger Ordinariat bestätigte die Reise, ohne nähere Angaben zu machen. Zuvor hatte die „Süddeutschen Zeitung“ über den Besuch Mixas bei der Bischofskongregation berichtet. Demnach soll sich der zurückgetretene Bischof im Vatikan um eine Teilrehabilitation bemühen, nachdem sich ursprünglich erhobene Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegen ihn als gegenstandslos erwiesen. Anschuldigungen, Mixa habe als Stadtpfarrer von Schrobenhausen Heimkinder geprügelt und Geld zweckentfremdet, wurden erhärtet, sind aber verjährt.
http://www.bild.de/BILD/Newsticker/news-ticker/2010/06/02/12-mixa-rom.html

 

Ehemalige Heimkinder beschreiben massive Gewalt in Lichtenstern

Von Carsten Friese Löwenstein - Ehemalige Zöglinge eines Kinderheims der Evangelischen Stiftung Lichtenstern drängen öffentlich auf eine Aufarbeitung einer für sie gewaltbestimmten Zeit kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Auf der Internetplattform Wikipedia bezeichnet der bei Bremen lebende Uwe F. (70) die Zeit in dem Kinderheim als "der blanke Horror".

Im Gespräch mit der Stimme berichtet der Rentner, wie er im Alter von acht bis 13 Jahren in dem Heim Tritte und Schläge mit Stock und Lederpeitsche erlebte. Kinder hätten auf kalten Weizenspreusäcken schlafen müssen. Zur Strafe für Bettnässen habe ein Erzieher Kinder "an den Ohren hochgezogen, um sie dann fallen zu lassen". Dass die Zeit des Kinderheims in der öffentlichen Chronik nicht oder nur mit einem kurzen Satz erwähnt ist, will der 70-Jährige nicht akzeptieren.

Auch Karl-Heinz H. (62) war rund fünf Jahre in dem Kinderheim, bis 1961. Auch er erlebte Schläge und Gewalt, wie er sagt, vor allem in der Schule. Der Mann, der heute bei Stuttgart lebt und nur schwer über seine Kindheit sprechen kann, offenbarte seiner Tochter: Als er zehn oder elf war, wurde er von einem etwa 18-jährigen Mitbewohner in Lichtenstern missbraucht....

http://www.stimme.de/heilbronn/hn/sonstige;art31502,1834421

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